Berichte
Ein parlamentarischer Abend: ein etwas anderer Termin der Solidarität
Bei einem gemeinsamen Treffen mit dem Landesvorsitzenden des Verbands Sonderpädagogik (vds) Michael Rehberger, der Landesvorsitzenden der Deutschen Gesellschaft für Sprachheilpädagogik (DGS) Anja Theisel, dem stellv. Landesvorsitzenden vom Verband für Blinden- und Sehbehindertenpädagogik (VBS) Dietmar Stephan und der Initiatorin Ulrike Bauer-Murr sowie der Landesvorsitzenden des BDH Baden-Württemberg Annabell Jooss wurde als gemeinsames Aktionsprojekt die Durchführung eines parlamentarischen Abends mit Mitgliedern des Landtages Baden-Württemberg beschlossen. Die Initiatorin Ulrike Bauer-Murr überzeugte mit der Idee diesen Versuch auch in Baden-Württemberg zu wagen, nachdem bundesweit verschiedene Fachverbände positive Erfahrungen sammeln konnten. Der BDH hat mit dem vds aktuell ein gemeinsames Positionspapier auf den Weg gebracht. Gemeinsame Sichtweisen der beteiligten Fachverbände, wie beispielsweise sonderpädagogische Professionalität braucht diagnostische Kompetenz, sonderpädagogische Bemüungen um Qualifizierung in Beruf und um gute Startmöglichkeiten unserer Schülerinnen und Schüler nach der Schule, lebenslange Bildung und ein bildungsorientiertes Teilhabekonzept könnten eine tragfähige Plattform, auch für weitere gemeinsame Veranstaltungen bilden.
"Transparent machen, was uns bewegt", Inklusion als Vision und ganz konkret, Fachlichkeit und schulpolitische Umsetzungsvorstellungen: dies sind Themen, die wir mit den Parlamentariern erörtern möchten. Ein Termin ist für Frühjahr 2012 vorgesehen.
M. Rehberger, A. Jooss
Erzieherfortbildung Dr. Oliver Rien
Dank der finanziellen Unterstützung durch den BDH konnte am 23.09.2011 am BBZ Stegen eine Fortbildung zum Thema "Kommunikation bei schwerhörigen Menschen" stattfinden. Der Tag wurde von Herrn Dr. phil. Oliver Rien gestaltet.
Herr Dr. Rien, selbst hörgeschädigt, ist Psychologe und Entwickler eines Trainingprogramms (Empowerment) für hörgeschädigte Menschen. Einerseits gelang es Herr Dr. Rien aus fachlicher Sicht die Inhalte seines umfassenden Themenkomplexes über Hörschädigung authentisch, kurzweilig und in Ansätzen durchaus auch provokant zu vermitteln, andererseits aus der Sicht als Selbstbetroffener zu berichten.
Anhand vieler Beispiele sowie im Rollenspiel führte uns Herr Dr. Rien Alltagsituationen auf, die im Kontakt mit Menschen entstehen können. So z.B. falsch verstandene Situationen, aus denen Gerüchte entstehen, die verheerende Folgen haben können.
Als Ergebnis der Fortbildung konnten wir vielfältiges Wissen und Erfahrung sammeln mit dem Ziel, zukünftig die Kompetenzen hörgeschädigter Schüler im Sinne von Empowerment noch besser zu fördern, und sie so in die Lage zu versetzen, die vielfältigen Kommunikationssituationen des Alltags zu bewältigen.
Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des BBZ Stegen bedanken sich bei Herrn Dr. phil. Oliver Rien für die gelungene Fortbildung.
(M. Walbers)
Arbeitskreis Integration
Vom 23. bis 25.09.11 tagte der bundesweite Arbeitskreis Integration im Landesbildungszentrum (LBZ) Halberstadt. Monika Kluge, stellvertretende Schulleiterin des LBZ Halberstadt und verantwortlich für die Organisation der Beratung und Begleitung hörgeschädigter Kinder und Jugendlicher in allgemeinen Schulen, war in diesem Jahr mit der Organisation und inhaltlichen Gestaltung der Tagung betraut. Sie hatte zum Thema "Hörgeschädigte Schülerinnen und Schüler mit psychischen Störungen" eingeladen und einen Besuch im Salus Fachkrankenhaus Uchtspringe möglich gemacht. Dort referierte Frau Dr. Wehrmann über das Behandlungskonzept für hörgeschädigte Kinder und Jugendliche und führte durch das Zentrum.
Neben dem Schwerpunktthema stand traditionell der Austausch zu Entwicklungen in der integrativen Beschulung in den verschiedenen Bundesländern auf dem Programm. Wie immer präsentierte sich der Bildungsförderalismus mit seinen unterschiedlichen Modellen in seiner buntesten Ausprägung. Zusätzlich entstand der Eindruck, dass durch die Inklusionsdebatte und den Druck, die UN-Behinderten-rechtskonvention unverzüglich umzusetzen, die Kultusministerien einiger Bundesländer zu großem Aktionismus tendieren: Bewährtes wird allzu leicht "über Bord" geworfen, neue Wege ohne gründliche Prüfung eingeführt, Veränderungen am "grünen Tisch" entschieden, ohne die betroffenen Schülerinnen und Schüler, Eltern und Lehrkräfte einzubeziehen.
Im Vergleich dazu ernteten die auf Nachhaltigkeit ausgerichteten Entwicklungsprozesse, die sich zur Zeit in Baden-Württemberg vollziehen, ungläubiges Staunen: Die Beteiligung von Eltern, Schülerinnen und Schülern, Lehrkräften, Betroffenengruppen und Fachverbänden am Schulentwicklungsprozess (Expertenrat), die Öffnung der allgemeinen Schulen und der Sonderschulen für alle Kinder und die bis jetzt erzielten Ergebnisse, wie beispielweise die Erstellung von Bildungsplänen für alle Sonderpädagogischen Fachrichtungen, erzeugten Respekt für eine nachhaltige Schulpolitik. Möge sie uns auch in den nächsten Jahren erhalten bleiben!
(Ada Jacobsen)
Fachtagung - Schulische Bildung für junge Menschen mit Hörschädigung individuell gestalten
Der Landesverband der Gehörlosen veranstaltete am 08. Juli 2011 gemeinsam mit dem Kultusministerium einen Fachtag zur Fragestellung, was Menschen mit Hörschädigung für eine selbstbestimmte, aktive Teilhabe in der Gesellschaft benötigen.
Ada Jacobsen, 2. Vorsitzende des BDH Baden-Württemberg, nahm als Referentin und Moderatorin an dieser Veranstaltung teil. Der Landesverband der Gehörlosen berichtete ausführlich über den Verlauf und die inhaltlichen Schwerpunkte der Tagung.
Den Bericht zur Fachtagung
können Sie hier einsehen.
Bodenseekongress vom 26.-27.5.2011 in Friedrichshafen
Die Initiative Lifelong Learning veranstaltet vom 26.5. - 27.5.2011 in Friedrichshafen einen großen Kongress mit dem Thema
Teilhabe durch Bildung.
Zentrales Anliegen dieses Kongresses ist es, den Anspruch von Menschen mit Behinderungen auf lebenslanges Lernen deutlich in der Öffentlichkeit zu formulieren. Zahlreiche Projekte werden ihre Konzepte zur Diskussion stellen. Damit wird gleichzeitig die fachliche Weiterentwicklung in Europa in diesem Bereich gestärkt.
Arbeitstreffen der Beratungsstellen Bereich Frühförderung am 12. Mai 2011 ganztägig in Stuttgart
Auch der Frühförderung gehen die Themen nicht aus. Für dieses Treffen hatte auch die Bildungsplankommission um Gehör gebeten. Das Thema Gebärden in der Frühförderung wurde diskutiert, damit der Übergang zur Schule mit den Forderungen des Bildungsplans zusammenpasst. Auf der Tagesordnung stand außerdem das Themenfeld der CODAs.
Frühfördertagung der Immenhoferschule Stuttgart am 2. April 2011
Thema: "Bilinguale Frühförderung: Ansichten, Einsichten, Aussichten"
Bei schönstem Frühlingswetter konnten die Stuttgarter ihre Gäste empfangen. Lag noch im vergangenen Jahr um diese Zeit tiefster Schnee und der Cateringservice konnte kaum die Schule erreichen, so verlagerte man in diesem Jahr kurzerhand die Mittagspause und auch so manche Arbeitsgruppe in den sonnigen Pausenhof.
Der Referent Bengt Fürster (HU Berlin) hatte sich viel vorgenommen für diesen Tag und stellte mit Fachkompetenz und authentischer Darbietung das Thema DGS in der bilingualen Frühförderung vor. Er verdeutlichte die wissenschaftliche Begründung einer bilingualen Förderung durch die Forschungsergebnisse von Frau Prof. Dr. R. Tracy und Frau Prof. Dr. G. Szagun. ...
Hier können Sie weiterlesen: Bericht Frühfördertagung 2011
Gemeinsames Positionspapier "Schulen für Hörgeschädigte 2011 Standorte - Entwicklungen - Perspektiven" verabschiedet.
Am 01.04.11 wurde das gemeinsame Positionspapier der Fachverbände BDH und VDS Baden-Württemberg Schulen für Hörgeschädigte 2011 Standorte - Entwicklungen - Perspektiven im Gesamtvorstand des VDS besprochen sowie am 02.04.11 im Rahmen der Landesdelegiertenkonferenz vorgestellt und einstimmig angenommen.
Die BDH-Ortsverbände waren maßgeblich an der Diskussion der Vorlage und an der Erarbeitung der endgültigen Fassung beteiligt. Das Positionspapier liefert einerseits einen Überblick über die Situation der Hörgeschädigtenpädagogik in Baden-Württemberg und zeigt andererseits wesentliche Erfordernisse für die Weiterentwicklung und für auf Aktivitität und Teilhabe ausgerichtete Perspektiven in dieser Fachrichtung auf.
Die Drucklegung ist von beiden Verbänden geplant. Das Papier steht als pdf-Datei Interessierten zum Herunterladen zur Verfügung.
Landesverbandstag am 12.2.2011 in Karlsruhe
In diesem Jahr führte der BDH Baden-Württemberg am
12. Februar seinen Landesverbandstag gemeinsam mit der Erich-Kästner-Schule in Karlsruhe durch.
Hier finden Sie den Bericht von Belinda Wettling.
Die Tagesordnungen und die noch nicht entgültige Fassung der Satzung können Sie hier einsehen:
Tagesordnung zur Mitgliederversammlung
Einladung zur Gründungsversammlung des Vereins "Berufsverband Deutscher Hörgeschädigtenpädagogen - Landesverband Baden-Württemberg e.V."
Satzungsentwurf
Fotos vom LVT finden Sie links in der Navigationsleiste unter "Bilder".
Die Landeskommission für Hörgeschädigte tagte
Am Freitag, den 4. Februar, nahmen Ada Jacobsen und Annabell Jooss als Vertreterinnen für den BDH Baden-Württemberg an der Sitzung der Landeskommission für Hörgeschädigte im Sozialministerium in Stuttgart teil.
Das Gremium setzt sich aus Sachverständigen für die Belange von Menschen mit Hörschädigung wie z.B. Vertretern der Gehörlosen- und Schwerhörigenverbände, der Schulen für Hörgeschädigte, verschiedener Berufsverbände, der Wohlfahrtsverbände, der Kranken- und Rentenkassen, der Sozialdienste zusammen.
Unter der Leitung von Prof. Dr. Erwin Löhle fand ein anregender Austausch zu den Themen Entwicklung der Integrationsfachdienste, Finanzierung der Sozialberatungsstellen, sowie der Versorgung von hochgradig hörgeschädigten Menschen mit hochwertigen Hörgeräten statt.
Sehr umfassend und visionär war der Vortrag von Markus Fertig, dem Vorsitzenden des Gehörlosenverbandes Baden-Württemberg. Er stellte das Projekt "Vikom" vor, das zum einen Ziel eine Vernetzung der vorhandenen Einrichtungen für hörgeschädigten Menschen hat. Zum anderen legte er dar, wie notwendig es ist, Menschen mit einer Hörschädigung als Experten in die Konzeption und Umsetzung von Beratungs- und Bildungsangeboten einzubeziehen.
Hier finden Sie die Vikom-Präsentation.
Zum Abschluss der Tagung wurde das Thema "Untertitelung im SWR-Fernsehen" erneut aufgegriffen und weiterer Handlungsbedarf festgestellt.
OVV-Treffen am BBZ Stegen
Die Vorsitzenden der BDH-Ortsverbände in Baden-Württemberg haben sich am 26. und 27.11. zu ihrer jährlichen Versammlung getroffen. In konzentrierter und produktiver Atmosphäre stand zuerst auch eine mögliche Umwandlung des BDH in einen Verein im Vordergrund, die aus haftungsrechtlicher Sicht sinnvoll ist und nun den Mitgliedern am Landesverbandstag 2011 in Karlsruhe vorgestellt werden soll.
Der wichtige Austausch zwischen den Ortsverbänden wurde von politisch aktuellen Themen wie die Einführung der Werkrealschule und die Veränderungen im Zuge der Inklusions-Debatte geprägt. Aber auch standortspezifischen Themen wie Einführung des neuen Ausbildungsberufes "Fachhelfer für Personal und Dienstleistung" in Heiligenbronn bzw. "Alltagshelfer" in Winnenden oder die "Audiowatcher" aus Neckargemünd (siehe auch letzte "Hörpäd") wurden vorgestellt.
Den Abschluss bildete die Vorbereitung der Bodenseetagung (BOTA) 2013, die am BBZ Stegen stattfinden wird. Mit großem Eifer und vielen interessanten Ideen kann der Vorstand gut vorbereitet in das erste Vorbereitungstreffen mit Vertretern aus Bayern, Österreich und der Schweiz gehen, das im Januar am BBZ Stegen stattfinden wird.
Feuersteintagung 2010
Vom 25.-28. Oktober 2010 fand auf der Burg Feuerstein die alljährliche Jahrestagung des BDH statt.
Das Programm, Berichte und Downloads, sowie fotografische Eindrücke der Feuersteintagung finden Sie unter www.feuersteintagung.de
BOTA 2010
Die Bodenseeländertagung in Bern war ein Erlebnis!
Halten Sie Nachlese, stöbern Sie im Rückklick, laden Sie sich Vorträge sowie Workshopergebnisse herunter oder geben Sie Rückmeldung unter www.bota10.ch
Landesverbandstag 2010
- Bericht des Landesverbandstags 2010
- Vortrag Frau Tsirigotis: Stark fürs Leben!
- Vortrag Frau Czycholl und Herr Stecher: Konstruktionsmerkmale des neuen Bildungsplans
- Empfehlung des Expertenrates
- Zusammenfassung der Workshops
- Bericht Workshop Nutzen der Beratungs- und Begleitungsarbeit im Sonderpädagogischen Dienst und in der Frühförderung
Über 120 Teilnehmer fanden am 27. Februar nach Stegen, um sich eingehend über den neuen Bildungsplan zu informieren. Neben Fachvorträgen stand auch die direkte Auseinandersetzung mit dem Bildungsplan in verschiedenen Workshops auf dem Programm.

